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KV KuLa Aktuell

Unser Gott ist ein lebendiger Gott

Unser Gott ist ein lebendiger Gott:

· wer sich auf ihn einlässt, muss sich bewegen.

· wer sich auf ihn einlässt erlebt Veränderung.

 

Die Bibel ist voll von Geschichten, in denen unser Gott ganz gezielt Menschen anspricht und sie für besondere Aufgaben auswählt. Jedes Mal, wenn Menschen sich auf diesen Anruf einlassen, geraten sie in Bewegung, in für sie bisher ungewohnte Bewegung. Es beginnt etwas Neues, meist noch nie Dagewesenes, das zuerst ihr Leben und in der Folge das Leben für viele andere Menschen nachhaltig verändert.

 

Noah bekommt als Landratte den Auftrag ein Schiff für Menschen und Tiere zu bauen, er der von der Seefahrt und Massentierhaltung bisher so wenig Ahnung hatte. Was in der Folge geschieht, war für ihn sicher in keinster Weise auch nur im Ansatz zu erahnen.

 

Mose erlebt in der Wüste als Flüchtling und Geächteter eine merkwürdige Erscheinung, den brennenden Dornbusch. Als er sich darauf einlässt, gegen allen inneren Widerstand, wird er plötzlich zum Hoffnungsträger eines ganzen, geschundenen und versklavten Volkes. Sein Weg ist mit Steinen gepflastert, aber ab da verläuft kein Tag mehr so, wie er es sich jemals vorgestellt hatte. Selbst die, für die er diese Veränderung auf sich nimmt, stellen sich immer wieder gegen ihn. Doch er geht den Weg durch Höhen und Tiefen bis zu seinem Ende.

 

Ruth ist treu gegen alle Sitten und Bräuche und geht als Witwe und Ausländerin mit ihrer Schwiegermutter in eine ungewisse Zukunft. So erlebt sie die Segensspuren des ihr noch fremden Gottes in ihrem Leben.

 

Maria wird als junges Mädchen von Gottes Engel mit einem Auftrag bedacht, der für eine gestandene Frau schon nicht mehr tragbar gewesen wäre. So wird sie aus der Menge aller Frauen herausgerissen in eine Rolle, die sie sich sicher nie gewünscht hätte. Ab da ist in ihrem Leben nichts mehr so, „wie es sich eigentlich gehört“.

Eine der wesentlichsten Veränderungen für uns Christen ist aber sicher noch etwas ganz anderes, wie es uns in Apostelgeschichte 2,2-4 berichtet wird:

„Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

Das Pfingstwunder, wie wir es heute nennen, ist der Auftakt zu einer ganz neuen Zeit. Die Geburtsstunde der christlichen Kirche und des neuen Gottesvolkes. Ausgerechnet die undisziplinierte, weitgehend ungebildete und ängstliche Schar der Jünger gebraucht Gottes Geist für diesen Auftakt. Nach menschlichem Ermessen ist schon mit der Wahl der Akteure das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Doch es kommt ganz anders. Ihre Bereitschaft, sich gebrauchen zu lassen, ist der Beginn einer Bewegung, die unsere Welt nachhaltig verändert hat und heute noch anhält. Sicher hatte keiner der Jünger auch nur im Traum daran gedacht, wie sein Leben sich dadurch verändert und was in der Folge noch alles geschehen wird. Das ist bis heute so, lehrt uns die Kirchengeschichte. Immer da, wo Menschen sich von Gott gebrauchen lassen, verändern sie sich und die Welt um sie herum und ihr Leben gerät aus den Fugen. Spontan fallen mir Namen wie Franz von Assisi, Petrus Waldus, Martin Luther, Martin Luther King, Mutter Teresa und viele andere ein.

 

Doch müssen es nicht immer die großen Namen sein. In jeder lebendigen Gemeinde, in jedem CVJM finden wir Menschen, die von Gottes Geist berührt wurden, die sich bewegen ließen und so sich und damit auch ihre Umgebung verändert haben. Allein, dass ein neuer CVJM sich gründet, dafür braucht es solche Menschen. So stellt sich einem jeden von uns immer wieder neu die Frage, bin ich bereit, mich von Gott ansprechen zu lassen? Bin ich bereit, mich in Bewegung zu setzen, heraus aus meiner aktuellen Komfortzone – aber Achtung, draußen lauert die Gefahr, es könnte sich in deinem Leben etwas ändern. Dennoch, jede Veränderung beginnt mit dem ersten mutigen Schritt!

 

Volker Klebaum, CVJM, Kassel